Wagenfeld


Wagenfeld
Wagenfeld,
 
1) Karl, niederdeutscher Schriftsteller, * Lüdinghausen 5. 4. 1869, ✝ Münster 19. 12. 1939; verfasste volkskundliche Arbeiten (»Volksmund«, 1911) sowie in westfälischer Mundart Dramen (»Dat Gewitter«, 1912; »Hatt giegen hatt«, 1917), Erzählungen und v. a. religiöse Versdichtungen, in denen sich mundartliche Traditionen mit expressionistischen Elementen ausdrucksstark verbinden (»Daud un Düwel«, 1912; »De Antichrist«, 1916; »Luzifer«, 1920).
 
 2) Wilhelm, Industriedesigner, * Bremen 15. 4. 1900, ✝ Stuttgart 28. 5. 1990; wurde 1929 Leiter der Metallwerkstatt des Bauhauses, später Lehrer an der Kunsthochschule Berlin, Werkakademie Dresden und Hochschule für bildende Künste in Berlin. 1954 eröffnete er eine eigene Werkstatt in Stuttgart. Wagenfeld trat für eine kompromisslose Durchsetzung des Qualitätsgedankens bei Industrieerzeugnissen ein. Er schuf vorbildliche Entwürfe v. a. für Glas und Porzellan. Das W.-Wagenfeld-Haus in Bremen (1998 eröffnet) beherbergt neben der W.-Wagenfeld-Stiftung, die den Nachlass des Designers bewahrt und wissenschaftlich aufarbeitet, das Design-Zentrum.
 
Schrift: Wesen und Gestalt der Dinge um uns (1948).
 
 
Täglich in der Hand. Industrieformen von W. W. aus 6 Jahrzehnten, hg. v. B. Manske u. a. (1987);
 W. Scheiffele: W. W. u. die moderne Glasindustrie (1994);
 
W. W.: gestern, heute, morgen. Lebenskultur im Alltag, bearb. v. B. Manske, Ausst.-Kat. (1995).

Universal-Lexikon. 2012.

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